Skip to content

Themenportal „Brandenburgisches Glas. Produktionsvielfalt vom 16. bis zum 18. Jahrhundert“

Ein Projekt der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) mit dem Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

Ein Beitrag von Susanne Evers, Uta Kaiser und Verena Wasmuth

Ende 2018 stellte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) die ersten Ergebnisse eines Digitalisierungsprojekts zu brandenburgischem Glas in einem Themenportal auf www.museum-digital.de online. Das Projekt entstand als Idee nach der Ausstellung „Gläserne Welten. Potsdamer Glasmacher schneiden Geschichte“ im Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte im Jahr 2017. Die Ausstellungsmacherinnen stellten damals fest, wie weit verstreut die gläsernen Zeugnisse aus den Anfängen der brandenburgischen Glasherstellung sind, dass viele von ihnen noch nicht publiziert und schwer zugänglich sind.

Glas erzählt Kulturgeschichte

Glas als Träger kulturgeschichtlicher Inhalte ist im öffentlichen Bewusstsein bislang kaum verankert. Durch eine wissenschaftliche Aufbereitung kann Glas jedoch bedeutende Informationen über Hofkultur, Migration von Handwerkern und Künstlern, Technik- sowie Wirtschaftsgeschichte liefern. Die Bestandsaufnahme über viele Sammlungen hinweg ermöglicht es, zeitgenössische Sortimente, prägnante Stilarten und individuelle Handschriften der Manufakturen und Meister zu dokumentieren. Nicht nur Luxusglasprodukte, sondern auch einfaches Gebrauchsglas, Bodenfunde und Glasmacherwerkzeuge sollen in das Themenportal eingepflegt werden. Neben ein oder mehreren Fotografien, die das Objekt in seiner Gänze erfassen, erhält jeder Datensatz einen ausführlichen beschreibenden Text, Literaturangaben und Verschlagwortungen. Auch detaillierte Kenntnisse über die Provenienz von Objekten, Publikationshistoriographie, Zustand, Restaurierungsmaßnahmen etc. lassen sich aufnehmen.

Wachsende Kooperation

Partner der Pilotphase waren das Glasmuseum Hentrich in Düsseldorf, die Stiftung Stadtmuseum Berlin und das Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale). Über 230 Gläser sind bereits online. In den vergangenen Tagen erhielt die SPSG die erfreuliche Nachricht vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) über die gesicherte Finanzierung zur Erweiterung des Portals aus dem Förderprogramm für die Digitalisierung des kulturellen Erbes. In diesem Jahr werden neben der SPSG selbst acht weitere Museen aus dem Land Brandenburg ihre historischen Glasbestände online für die Öffentlichkeit sichtbar machen: Das Museum Neuruppin, das Museum Viadrina Frankfurt (Oder), das Museum in der Adler-Apotheke Eberwalde, die Städtischen Sammlungen Cottbus, das Museum Fürstenwalde, das Dominikanerkloster Prenzlau, das Museum für Stadtgeschichte Templin sowie die Glashütte Baruth.

Impulse für die Forschung

Die Datensätze zu den Glasobjekten werden sowohl auf den Museumsseiten auf www.museum-digital.de publiziert als auch im Themenportal „Brandenburgische Gläser. Produktionsvielfalt vom 16. bis zum und 18. Jahrhundert“. Hier erscheinen sie als Konvolute unter gliedernden Unterthemen, z. B. Deckelgefäße, Walzenkrüge, Fragmente, Rubingläser, Gläser mit Bildnissen, Mythologische Darstellungen, Scherzgefäße u. v. m. Erstmalig rücken damit die unterschiedlichsten Erzeugnisse brandenburgischer Glashütten von ihren heutigen Standorten wieder an einem Platz zusammen. Das Themenportal kann durch die Neudokumentation einen gültigen Querschnitt aller überlieferten brandenburgischen Glasprodukte der Epoche leisten und viele neue Impulse für die Forschung geben.

Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe "Brandenburgische Museen digital" und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen